Andreas Thörn: Der Fall, der Cannabis auf Rezept möglich machte

Andreas Thörn CBD Öl
Wichtige Information: Produkte mit CBD sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder vorzubeugen. Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei Krankheiten, Beschwerden oder Fragen zu Ihrer Gesundheit sollten Sie immer einen Arzt oder anderes qualifiziertes medizinisches Fachpersonal kontaktieren.
Zuletzt aktualisiert: August 2026

Zum ersten Mal haben Patienten in Schweden Zugang zu Cannabis auf Rezept erhalten. Die Entscheidung stammt von der schwedischen Arzneimittelbehörde und markiert einen historischen Schritt für medizinisches Cannabis im Land.

Der rückenmarksverletzte Andreas Thörn hat nun grünes Licht erhalten, Pflanzenteile der Cannabispflanze als Arzneimittel zu verwenden. Er hat lange darum gekämpft, Unterstützung im Umgang mit seinen schweren Nervenschmerzen zu erhalten – und gehört nun zu den ersten Personen in Schweden mit einer formellen Genehmigung.

Das niederländische Unternehmen Bedrocan ist der Lieferant und hat sich auf medizinisches Cannabis in Pflanzenform spezialisiert, das in mehreren europäischen Ländern verwendet wird.

Jetzt erhält Andreas Thörn medizinisches Cannabis

– Es fühlt sich fast unwirklich an. Wir haben anderthalb Jahre lang täglich dafür gekämpft, und endlich bekomme ich die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, mit den Schmerzen besser umzugehen und in den Alltag zurückzufinden, sagt Andreas Thörn.

Sein Fall hat in Schweden große Aufmerksamkeit erregt. Nachdem er angeklagt worden war, Cannabis zur eigenen Schmerzbewältigung angebaut und verwendet zu haben, wurde er zunächst vom Amtsgericht freigesprochen, später jedoch vom Berufungsgericht Svea hovrätt verurteilt. Nun wurde der Fall zur Prüfung durch den Obersten Gerichtshof zugelassen – parallel dazu hat die schwedische Arzneimittelbehörde seine Behandlung genehmigt.

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„Es wird nicht die Welt verändern – aber für einige wenige Menschen sehr viel“

Über mehrere Jahre hinweg hatten schwedische Ärzte beantragt, medizinisches Cannabis verschreiben zu dürfen – zunächst ohne Erfolg. Mit dieser Entscheidung hat die schwedische Arzneimittelbehörde erstmals zwei Anträge genehmigt.

Der Arzt Claes Hultling, der sich seit Langem für medizinisches Cannabis bei Patientinnen und Patienten mit schweren Nervenschmerzen einsetzt, zeigt sich erleichtert.

– Es wird nicht die Welt verändern, aber es wird für einige wenige Menschen die Welt verändern, sagt er. Hultling ist der Ansicht, dass die Risiken gering seien und dass eine Überdosierung von Alvedon gefährlicher sei als Cannabis.

– Es geht nicht darum, dass eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen in einer Ecke sitzt und kifft, sondern um Personen mit chronischen neuropathischen Schmerzen, die nach einer möglichen Unterstützung suchen.

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Sativex – Cannabis als Arzneimittel

Das Arzneimittel, das Andreas Thörn und ein weiterer Patient im Alter von etwa 40 Jahren erhalten, ist Sativex. Dabei handelt es sich um ein ölbasiertes Spray für die Mundhöhle, das aus der Cannabispflanze hergestellt wird und sowohl THC als auch CBD enthält. Sativex wird unter anderem bei bestimmten Beschwerden im Zusammenhang mit Multipler Sklerose eingesetzt.

Die Entscheidung bedeutet keine allgemeine Zulassung von medizinischem Cannabis in Schweden, wird aber von vielen als erster Schritt in die richtige Richtung gesehen. Laut Claes Hultling könnte sie künftig zu weiteren Einzelfallprüfungen führen – und langfristig Türen für mehr Patientinnen und Patienten mit schwer behandelbaren Schmerzen öffnen.

Häufige Fragen zu medizinischem Cannabis

Ist medizinisches Cannabis in Schweden legal?

Medizinisches Cannabis ist in Schweden nicht allgemein zugelassen, kann aber in bestimmten Einzelfällen nach Antrag bei der schwedischen Arzneimittelbehörde verordnet werden. Die Entscheidung im Fall von Andreas Thörn ist ein Beispiel dafür.

Was ist Sativex?

Sativex ist ein ölbasiertes Spray für die Mundhöhle, das sowohl THC als auch CBD enthält. Es ist ein zugelassenes Arzneimittel und wird insbesondere bei bestimmten Symptomen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose eingesetzt.

Wie unterscheidet sich medizinisches Cannabis von CBD-Produkten?

Medizinisches Cannabis kann je nach Arzneimittel oder Einzelfallregelung sowohl THC als auch CBD enthalten und wird nur ärztlich verordnet. Frei erhältliche CBD-Produkte sind hingegen keine Arzneimittel, dürfen nicht als Behandlung beworben werden und sollten höchstens als mögliche ergänzende Produkte im Rahmen der Selbstfürsorge verstanden werden.

Svt.se (2017) Nach mehreren Jahren Kampf: Jetzt erhält Andreas Thörn medizinisches Cannabishttps://bit.ly/2lxwGUR (12.02.2017)

CBD Produkte sind keine Arzneimittel. Die Informationen in diesem Beitrag dienen ausschließlich der allgemeinen Wissensvermittlung und stellen keine medizinische Beratung dar. Die Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder vorzubeugen. Konsultieren Sie vor der Anwendung immer einen Arzt oder anderes qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.

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